Wir verbannen Weihnachten…

… oder auch nicht.

Dank Facebook bin ich auf diesen Artikel hier gestoßen http://tinyurl.com/pm2pf8n .
An sich ja gut und glaubwürdig geschrieben, ist doch alles auf den Ersten Blick so einleuchtend: Der Islam ist schuld. Oder zumindest dessen „einflussreiche Gelehrte Yussuf al-Qaradawi“. Denn der hetzt immerhin gegen die Christen. Und was ich nicht will das man mir tu‘, füg ich allen anderen zu. Oder sowas in der Richtung muss man sich wohl gedacht haben.
Also hetzen wir Selbst, gegen den Islam und die Muslime. Ich will hier zwar niemanden anprangern… doch ich tu’s. So ist genau dieser, von mir verlinkte Artikel auf Politicaly Incorrect zu lesen – welche immerhin Anti-Islam sind (Man beachte deren Slogan: „Gegen eine Islamisierung Europas“).
Aber zurück zum Thema,
genannter Gelehrter sagt, man müsse allen Christen die Feier des Weihnachtsfestes verbieten.
Meiner Meinung nach, wurde dieses Zitat einfach „mal eben so“ ausgegraben, damit es zum aktuellen Thema passt und sich damit super ein, dem RTL-Zuschauer wohl bekanntes, Feindbild generieren lässt. Und ausserdem würde folgende Aussage, dass die „Forderung aus dem Orient..“ stammt ja keinen Sinn ergeben.
Und OBWOHL der Autor nun Stadtrat Beckers zitiert, welcher verantwortlich für das Fest-Verbot ist, hetzt er weiter gegen Muslime: „…um einer anderen Religion zu gefallen…“ und was die härte ist: „nd da nun ein freier Raum entsteht, kann man darauf warten, dass muslimische Feste in aller Öffentlichkeit gefeiert werden und das alles Christliche in naher Zukunft verboten und dessen Ausführung unter Strafe gestellt wird.“
Wie kann man so engstirnig sein und einfach alles Fressen was einem vorgeworfen wird, ohne auch nur einmal nachzufragen?
So wurde in diesem Jahr den Muslimen _verboten_ ihren Fastenbruch aus dem Ramadan _Öffentlich_ zu feiern.
Und noch einmal: Es betrifft sämtliche Religiösen Feste. Und diese werden auch nicht verboten und aus dem Kalender gestrichen, sondern an einen zentralen Ort verlagert. Ein Festplatz für alle!
Übrigens ist der Grund folgender: Pro Jahr werden ca. 150 Feste im Bezirk Kreuzberg angemeldet. Was für die Verwaltung zuviel ist. Und da will der Stadtrat nicht den Muslimen gefallen, immerhin waren die die ersten die ein „Nein“ bekommen haben. Da will der Stadtrat fair sein.
Wer sich für den Originalartikel, inklusive Interview aus der B.Z. interessiert (Achtung, ich lese ein kleines axelspringer.de), dem solle noch gesagt sein; Auch der Reporter schafft es gut, sich die Dinge so zurecht zu legen, damit sie beim Leser ankommen:
„Ich hake nach: Aber der Karneval der Kulturen, die Biermeile, das Straßenrennen auf dem Mehringdamm, die schwul-lesbischen Feste werden nicht angetastet? Nein, die hätten eine lange Tradition im Bezirk. Ich muss lachen: Eine lange Tradition haben Weihnachten und Ramadan erst recht.“ – anscheinend hat auch er nicht verstanden, dass Beckers nichts gegen Straßenfeste hat, sondern gegen die Menge derer und eben die religiösen.
Achja, hier der versprochene Artikel: http://www.bz-berlin.de/thema/schupelius/kreuzberg-weihnachts-und-ramadan-verbot-article1728757.html

Zucker

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