Update zu: Cafe Bar vs. Rollstuhlfahrer

Fast eine Woche ist rum, seit dem angeblichen Angriff auf den wehrlosen, verletzlichen Rollstuhlfahrer. Fassen wir mal zusammen was passiert ist: Der Originalbeitrag wurde fast 1000 mal geteilt. An sich war es das auch schon. 1000 Leute, die den Mist glauben ohne mal nachzudenken. Wo sind bitte die Aufrufe von offizieller Seite nach Zeugen? Berichte in regionalen Zeitungen oder auf deren Websites? Recherchiert man auf Google, gibt es nichts. Diese Geschichte existiert nur in Facebook.

Ich wünsche dem Betreiber des Motion in Mörfelden Walldorf alles gute und hoffe, dass seine Existenz trotz dieser Rufschädigung weitgehend unversehrt bleibt. Den verantwortlichen wünsche ich saftige Geldstrafen wegen des Rufmordes und das sie nurnoch versalzene Suppe zu essen bekommen.

 

Zucker

Skandal um Wiesenhof – mal wieder

http://www.stern.de/tv/sterntv/tierquaelerei-bei-wiesenhof-maester-lebendig-in-den-muell-geworfen-2055073.html
Skandal bei Wiesenhof

Auf den Beitrag möchte ich dieses mal nicht näher eingehen, solange man nicht nur auf die RTL Mittelungen hört ist alles gesagt. Ausser noch ein Statement von Wiesenhof:
„In einer schriftlichen Stellungnahme beteuert Wiesenhof: „Bei Verstößen gegen die Vorschriften des Tierschutzgesetzes waren und sind wir kompromisslos und ziehen die notwendigen Konsequenzen.“ Man führe regelmäßig „unangemeldete Überprüfungen des Ausstallungspersonals durch eigene Mitarbeiter“ durch. Im Rahmen dieser Kontrollen sei es auf beiden genannten Farmen auch schon zu personellen Konsequenzen gekommen. Der Konzern kündigt an, dass ab Oktober 2013 die schrittweise Einführung von automatisierten, tierschonenderen Verladesystemen von Puten geplant sei.“ – http://www.swr.de/landesschau-aktuell/tierquaelerei-wiesenhof-report-mainz/-/id=396/vv=teaser-12/nid=396/did=11928310/1eb5707/
Vielmehr bin ich an den Folgen interessiert:

Die Leute rufen zum Boykott von Wiesenhof auf, wundern sich, sind verständnislos und verärgert.
Doch wo ist hier die Schuld zu suchen?

#Heute in des Zuckers Blog: Wir basteln eine Schuldkette#

Also fangen wir ganz von vorne an und schauen mal, wer am Ende die Schuld an dem Mist trägt.
Gibt man Wiesenhof bei Google ein, springt einem zuerst die Zeile „Tiere landen im Müll“ ins Gesicht. Kurz darunter „Geflügelmarke Nr. 1“.
Wir können nun erst einmal Wiesenhof die Schuld geben:
Immerhin geht es um deren Lieferanten, immerhin könnte Wiesenhof schärfer kontrollieren. Man könnte mehr Leute einstellen die den Mastbetrieben auf die Finger schauen. Wird sich aber am Ende im Preis der Produkte auswirken und das wollen wir ja auch nicht.
Also gehen wir einen Schritt weiter und schauen uns den Zulieferer an:
Immerhin hat der diesen Mist gebaut und da ist es mit regelmäßigen Kontrollen alle halbe Jahre auch nicht getan. Und so etwas ist auch kein Einzelfall, in jeder Produktionskette haben wir irgendwo ein schwarzes Schaf. Muss ich nun auch mein liebstes Eiscafe boykottieren, weil ihre Milch, zur Herstellung des Eises, im Lager des Supermarkts auf einer Palette stand, bei deren Herstellung ein Baum gefällt wurde und damit der Nistplatz eines Vogels zerstört wurde?
Nein, denn wie Wiesenhof, ist sich der Betreiber des Eiscafes darüber nicht bewusst. Genauso wie der Hersteller der Palette. Bis es eben rauskommt und im Falle Wiesenhof die Reaktion lautete: Kündigung aller Verträge, Strafanzeige.
Und da wir nun die Punkte Lieferant und Hersteller abgearbeitet haben, kommen wir zu dem letzten:
Dem Verbraucher:
Leute die im Discounter Fleisch für die ganze Woche für 5 Euro kaufen, sind Leute die sich über Lebensmittelskandale aufregen und wundern. Denn jeder hätte gerne täglich mindestens einmal sein Fleisch auf dem Teller. Und da rede ich nicht von der Wurst auf dem Brot.
Wir drängen die Hersteller dazu möglichst billig zu produzieren. Denn wir wollen kaufen – möglichst billig. Zusätzlich wollen die Hersteller wettbewerbsfähig bleiben, sich gegen Konkurrenz behaupten, müssen ihre Mitarbeiter vergüten, Transport und Herstellungskosten sowie der Einkauf der „Rohwahre“ wollen bezahlt werden und irgendwo will man ja auch noch Profit machen – was keinem Unternehmen übel zu nehmen ist. Und dann können regelmäßige Kontrollen wegfallen. Nicht aus einer bösen Absicht heraus, auch nicht aus fahrlässigkeit. Sondern um Kosten zu sparen, im schlimmsten Fall niemanden entlassen zu müssen und vielleicht aus Vertrauen?
Aber es gibt es ja auch unabhängige Kontrollen und das Veterinärsamt. Wo Wiesenhof noch weniger seine Finger im Spiel hat. Oder eben ein Tierschützer der in einer Nacht- und Nebelaktion mal einen Masthof besuchen geht.

Also, wundert euch nicht über Lebensmittelskandale, wir führen sie herbei. Alternativen? Den Sonntagsbraten wieder zu etwa besonderem machen, mehr oder minder das einzige Fleisch in der Woche. Verzichten. Öfters mal zum örtlichen Metzger gehen und dafür etwas mehr bezahlen und zusätzlich noch die regionale Wirtschaft unterstützen als am Ende total verständnislos zu sein warum denn nun zum xten mal ein Hof der Massenproduktion, durch die ständig runtergedrückten Preise durch die Käuferschaft, Handlungen jenseits der Moral und Legalität durchführt.

Zucker (der für Tierschutz und für gesundenen Menschenverstand ist)

Cafe Bar vs. Rollstuhlfahrer – Der Schlagabtausch, Kommentiert

„Runde 1“ würde es auf einem Schild heissen, von einer leicht bekleideten Dame in die Höhe gehalten und umher stolzierend, damit es jeder lesen könnte. Die Glocken würde man anschlagen und die Kontrahenten damit beginnen mit erhobenen Fäusten umeinander her zu tänzeln.

Jedoch liegt „Cafe Bar“ schon zu beginn des Kampfes gefesselt in der Ecke und „Rollstuhlfahrer“, der Kontrahent, bleibt unbekannt und fern des Ringes – wer ist das eigentlich?
Was zu sehen ist, ist ein aufgebrachten Pöbel, der wütend auf den am Boden liegenden eintritt.

Ein Auszug aus Whatsapp (Instantmessenger für’s Smartphone) macht zur Zeit in Facebook die Runde.

Und diesen Auszug werden wir jetzt mal Schritt für Schritt auseinander nehmen, denn nach einer wahren Geschichte hört sich das ganze für mich nicht an, eher nach einem Shitstorm, einen Kettenbrief, einzig dazu da den betreffenden Laden und seine Besitzer zu schädigen.

DING DING DING – RUNDE 2

(Meine Kommentare sind kursiv)

SKANDAL

In Mörfelden – Walldorf Bitte weitersagen oder weitersenden 👥💬

Mörfelden – Walldorf, Südhessen, nähe Frankfurt

Bedrohung Diskriminierung

eines Behinderten im Rollstuhl

in Mörfelden – Walldorf

in der Cafebar MOTION.

Der Besitzer der Cafebar und sein Sohn bedrohten und diskriminierten abscheulich einen Sprach und körperlichen hilflosen Behinderten im Rollstuhl – gestern Abend (31.8.) um Mitternacht im Lokal Motion.

Schlagzeilen auf Niveau einer Zeitung, die ich hier nicht benennen will. Wer fleißig ist, kann sie aus meiner URL bilddirdeinenzucker erahnen. Erster Gedanke – Was zum Henker macht ein „Sprach und körperlich hilfloser“ mitten in der Nacht da?

Sachverhalt:

Bei den Behinderten handelt es sich um einen Griechen ,der wegen seiner spastischen körperlichen Behinderung im Rollstuhl sitzt . Seine Hände sind spastisch verdreht.Zudem ist er auch sprachlich behindert , kann nicht so sprechen wie gesunde Menschen. Jedoch geistig ist er ganz normal ☑

Spastische Behinderung auch noch…

Er besucht als Stammgast seit Jahren die Cafebar MOTION , und oftmals zusammen

mit seiner Ehefrau die ebenso im Rollstuhl sitzt.

Er ist bekannt dafür ,das er ein liebenswerter Mensch ist, höflich , kontaktfreudig, friedlicher, und man sich gut mit ihm unterhalten kann. Zudem ist er in der Stadt bekannt als netter Mensch.

Erst mal den Lesern das Herz erweichen, damit dann so richtig reingehauen werden kann…

Gestern Abend besuchte er wieder die Cafebar Motion und wollte wie üblich sein Mineralwasser bestellen.

Ich bin auch um Mitternacht unterwegs um ein Mineralwasser zu trinken

Das insgesamte alte Personal wusste das er nur das Glas auf der linken Seite vom.Tisch greifen kann und man es ihm auch so an den Tisch stellte .

Doch das alte Personal hatte bereits vor Wochen gekündig. Das neue Personal ,auch Griechen ,nahmen kein Interesse oder Rücksicht insbesondere zum dem Rollstuhlfahrenden Stammgast .

Aha. Die alten sind seit Wochen weg. Das wusste der Rollstulfahrer natürlich als Stammgast nicht.

Er wurde lange mit seiner Bestellung ignoriert und als er dann endlich sein Wasser bekam stellte man es achtlos oder auch demonstrativ auf die falsche Seite vom Tisch ,so das er Schwierigkeiten hatte sein Glas zu erreichen, mit der Hand die noch etwas funktionsfähig ist .

„Achtlos oder demonstrativ“, Zum Glück wird nicht alles, was ich unüberlegt tue sosehr auf die Goldwage gelegt.

Er erlaubte sich das kurz anzusprechen in aller Ruhe und sagte es dem dem Kellner (der der Neffe vom Chef ist).

Und beklagte sich ,das der Service insgesamt sehr nachgelassen hätte“

und nicht mehr so seit ein paar Wochen.

Mag sein, mag sein. Hat der Verfasser des Textes schön gemacht, jetzt weiß jeder, dass die alle verwandt sind. Aber sind ja auch Griechen. Und krumme Geschäfte drehen die im Hinterzimmer sowieso!

Der Kellner(Neffe ) lief gleich zum CHEF und erzählte ihm das . Worauf hin der Chef dann zusammen mit seinem Sohn , zu dem Behinderten gingen und wütend anschrien ,was er sich erlauben würde über sein Lokal zu sagen. Der Sohn trat sogar ganz nach vorne und beugte sich bedrohlich zum Rollstuhlfahrer mit seinem Ausdruck ,als würde er ihn gleich schlagen wollen.

Wer ist jetzt der Sohn? Und was ist mit den anderen Gästen? Also mich würde es gehörig stören, wenn neben mir ein Rollifahrer zur Sau gemacht wird.

Der Rollstuhlfahrer brach sofort in Tränen aus, wusste gar nicht was er falsches gemacht hat und ohne das er zu Wort kam oder sich wehren hätte können und Angst bekam durch die massive Schrei Attacke .

Sie haben ihn ein sofortiges Hausverbot erteilt und rausgeschmissen.

Nun kann der Behinderte nicht alleine Heim fahren und wurde entweder durch Freunde begleitet oder durch den Koch vom Motion nach Feierabend.

Das ist meine Lieblingstelle. Nochmal lesen. Und bei jedem Wort, den Kasten über den Augen anstrengen. Der Behinderte kann nicht alleine heimfahren:
Ist klar. Nur… es ist Nachts… um 12… der Behinderte braucht mit seinem Wasser bestimmt nicht bis um 4 oder 5, bis erste Busse oder was weiß ich wieder fahren. Also wie hatte er denn Bitte sonst vor, nach Hause zu kommen?

Und wer hat ihn denn jetzt heimgefahren? Die Geschichte wurde doch so gut recherchiert, warum jetzt diese Verwirrung? Aber ernsthaft.. Wie wäre der Mann nach Hause gekommen, wenn der Abend nicht so verlaufen wäre wie dargestellt?

Der Koch hatte schon Feierabend und wollte ihn Heim bringen.

Just in dem Moment… Deus Ex Machina.

Der Chef vom Motion bekam das mit und schrie seinen Koch an, das er ihm.das verbietet den Behinderten Heim.zu bringen . Der Koch hat leider nicht die mentale Kraft sich gegen den Chef zu wehren und zittert um seinen Job sonst als Konsequenz vom nicht Gehorchen!

Hier sehen wir Satzzeichen, genauer gesagt „Punkte“, in ihrer freien Wildbahn, wo sie ohne Sinn zwischen Wörtern umherhüpfen. Natürlich hat der Koch nicht die Mentale Kraft. Sonst könnte dieses trauer Spiel ja so nicht weiter gehen.

Der Behinderte weinte bitterlich und rollte aus dem Lokal, während dessen lief ihm der Chef vom Motion noch hinterher und schrie ihn erneut an, das er künftig ihm auch verbietet den Bürgersteig vor dem Motion zu benutzen.

Ja ihr lest richtig , er verbietet dem Behinderten den Bürgersteig zu benutzen , der öffentlich ist , der Stadt gehört und im Einkaufszentrum für jeden zu benutzen ist um an die Geschäfte zu kommen .

Ja, ihr lest richtig, blablabla. Der Chef ist doch mit dem Koch beschäftigt? Dachte ich zumindest… Naja. Ja, ihr lest richtig, Hausverbot auf dem Bürgersteig. Da kenn ich mich bei der Rechtslage nicht aus und etwas falsches will ich hier nicht verbreiten.

Nun stand der Behinderte Rollstuhlfahrer Nachts auf dem Parkplatz (Man möge sich das bitte bildlich vorstellen) vom.Carre EinkaufZentrum und rief völlig verzweifelt hilflos und weinend zwei Freunde an ( mir Bekannte).

Ja man möge sich das bildlich vorstellen. Noch einmal die Frage: Was zum Henker hat er da Nachts zu suchen? Er kommt nun nicht nach Hause. Also wäre er das ja anscheinend auch nicht wenn im Cafe nichts passiert wäre. Oder wollte er die Nacht durchfeiern?

Diese eilten Nachts per Auto und Fahrrad hin zu ihm. Sie mussten ihn lange beruhigen ,weil er immer wieder bitterlich weinte und verängstigt war und nicht verstand was daran falsch war, das er das als Gast erwähnte. Die beiden Freunde beruhigten ihn, auch das der Chef & Sohn des Motion , nicht das Recht hätten ihn zu bedrohen und aggressiv zusammen zu schreien…

Zitat Ende

Natürlich haben sie nicht das Recht, den Mann zu bedrohen und anzuschreien. Hat niemand.

Irgendwo, meinte ich, gelesen zu haben, dass unser Opfer geistig komplett gesund wäre.

So, eine Runde durchatmen und Gedanken sortieren.

Nein, ich habe nichts gegen Rollstulfahrer, ich arbeite mit solchen und anderen Leuten zusammen.

Nein, ich gehöre nicht zur Belegschaft der Bar, ich war da ja noch nicht einmal. Nur, der Beitrag wurde 400 mal geteilt, es ist doch eigentlich egal, ob die Geschichte wahr ist oder nicht. Das Cafe hat sein Image, der Ruf ist geschädigt und ich bin mir absolut Sicher, dass dies das einzige Ziel war.

Anzeige gegen die Bar? Gibt es nicht. Keine Aufrufe zu möglichen Zeugen die am selben Abend dort waren.

Meldungen in den regionalen Zeitungen? Fehlanzeige.

Also wo ist bitte das Fünkchen Wahrheit hier?

Was auch interessant ist; die Person, die den Beitrag geteilt hat, hat keine Ahnung wer ihn verfasst hat. Anscheinend hat sie ihn von Robin Hood, dem Rächer der entehrten höchstpersönlich per WhatsApp geschickt bekommen. Unserem Opfer geht es übrigens gut, schließlich ist es ein guter Freund des Beitragsteilers. Fragt man näher nach, wird man angeschnauzt das doch alle Beteiligten bekannt sind.

Zum Schluss noch ein hübscher Beitrag der auf der Facebookseite der Cafe Bar Motion (http://tinyurl.com/mw4h4mj) hinterlassen wurde:

„Es ist äußerst traurig, doch auch interessant, mitanzusehen, wie im Jahre 2013 in einem hochmodernen Westeuropäischen Land, wie Deutschland es zu sein scheint, innerhalb ein paar Stunden über 500 Personen einen Text veröffentlichen, und gleichzeitig stolz darauf sind, von dessen Ursprung wir genauso viel wissen, wie von der Haarfarbe Jesu Christi … Ein schlecht geschriebener Text, voller grammatischer Fehler … auf „WhatsApp“ verfasst und nicht mal zu Ende geschrieben … doch wäre nur dies das Problem …

Man veröffentlicht, man kommentiert voller Wut und Hass, man beschimpft den herzlosen Besitzer und dessen Nachfolge, sogar das „neue“ Personal sei an der Sache schuld, oder trage zumindest eine gewisse Verantwortung … doch sind die Informationen überhaupt wahr? Hat das alles wirklich stattgefunden? Und wenn ja, dann warum anonym? Warum versteckt sich der Autor dermaßen geschickt? Warum keine Anzeige vonseiten des Opfers oder der Freunde? Und was ist mit dem Rest der Leute, die anwesend waren? Warum haben sie nicht eingegriffen und den jungen hilflosen Mann verteidigt oder sogar gerettet? Tragen sie etwa auch die Verantwortung für diese asoziale und aggresive Tat? Lässt man heutzutage überhaupt solch eine Aggresivität einfach so durchkommen? … Fragen, die nach Antworten schreien … doch keine bekommen!

Doch, wen interessiert das alles überhaupt? Wir haben unsere „heiße“ Nachricht, wir haben das Opfer und den Täter, also alles was wir brauchen, um endlich unsere innere Wut loszuwerden und selbst in die Offensive zu gehen. Unser Alltag ist sowas von langweilig, dass eine solche Nachricht nur ungern falsch wäre. Also, lasst uns alle zuhauen!

Darüber hinaus, ist es ja allzu bekannt, dass je qualitativer man ist, je erfolgreicher man ist … je mehr Mühe man sich gibt … desto mehr Feinde hat man auf dieser vollkommen „gerechten“ Welt … !“

Zucker

Hier geht es weiter: https://bilddirdeinenzucker.wordpress.com/2013/09/06/update-zu-cafe-bar-vs-rollstullfahrer/

Wir verbannen Weihnachten…

… oder auch nicht.

Dank Facebook bin ich auf diesen Artikel hier gestoßen http://tinyurl.com/pm2pf8n .
An sich ja gut und glaubwürdig geschrieben, ist doch alles auf den Ersten Blick so einleuchtend: Der Islam ist schuld. Oder zumindest dessen „einflussreiche Gelehrte Yussuf al-Qaradawi“. Denn der hetzt immerhin gegen die Christen. Und was ich nicht will das man mir tu‘, füg ich allen anderen zu. Oder sowas in der Richtung muss man sich wohl gedacht haben.
Also hetzen wir Selbst, gegen den Islam und die Muslime. Ich will hier zwar niemanden anprangern… doch ich tu’s. So ist genau dieser, von mir verlinkte Artikel auf Politicaly Incorrect zu lesen – welche immerhin Anti-Islam sind (Man beachte deren Slogan: „Gegen eine Islamisierung Europas“).
Aber zurück zum Thema,
genannter Gelehrter sagt, man müsse allen Christen die Feier des Weihnachtsfestes verbieten.
Meiner Meinung nach, wurde dieses Zitat einfach „mal eben so“ ausgegraben, damit es zum aktuellen Thema passt und sich damit super ein, dem RTL-Zuschauer wohl bekanntes, Feindbild generieren lässt. Und ausserdem würde folgende Aussage, dass die „Forderung aus dem Orient..“ stammt ja keinen Sinn ergeben.
Und OBWOHL der Autor nun Stadtrat Beckers zitiert, welcher verantwortlich für das Fest-Verbot ist, hetzt er weiter gegen Muslime: „…um einer anderen Religion zu gefallen…“ und was die härte ist: „nd da nun ein freier Raum entsteht, kann man darauf warten, dass muslimische Feste in aller Öffentlichkeit gefeiert werden und das alles Christliche in naher Zukunft verboten und dessen Ausführung unter Strafe gestellt wird.“
Wie kann man so engstirnig sein und einfach alles Fressen was einem vorgeworfen wird, ohne auch nur einmal nachzufragen?
So wurde in diesem Jahr den Muslimen _verboten_ ihren Fastenbruch aus dem Ramadan _Öffentlich_ zu feiern.
Und noch einmal: Es betrifft sämtliche Religiösen Feste. Und diese werden auch nicht verboten und aus dem Kalender gestrichen, sondern an einen zentralen Ort verlagert. Ein Festplatz für alle!
Übrigens ist der Grund folgender: Pro Jahr werden ca. 150 Feste im Bezirk Kreuzberg angemeldet. Was für die Verwaltung zuviel ist. Und da will der Stadtrat nicht den Muslimen gefallen, immerhin waren die die ersten die ein „Nein“ bekommen haben. Da will der Stadtrat fair sein.
Wer sich für den Originalartikel, inklusive Interview aus der B.Z. interessiert (Achtung, ich lese ein kleines axelspringer.de), dem solle noch gesagt sein; Auch der Reporter schafft es gut, sich die Dinge so zurecht zu legen, damit sie beim Leser ankommen:
„Ich hake nach: Aber der Karneval der Kulturen, die Biermeile, das Straßenrennen auf dem Mehringdamm, die schwul-lesbischen Feste werden nicht angetastet? Nein, die hätten eine lange Tradition im Bezirk. Ich muss lachen: Eine lange Tradition haben Weihnachten und Ramadan erst recht.“ – anscheinend hat auch er nicht verstanden, dass Beckers nichts gegen Straßenfeste hat, sondern gegen die Menge derer und eben die religiösen.
Achja, hier der versprochene Artikel: http://www.bz-berlin.de/thema/schupelius/kreuzberg-weihnachts-und-ramadan-verbot-article1728757.html

Zucker